Nach meinem
Versuch, die Stimme zu erheben, hat es diese Woche zufällig und überraschend
positive Reaktionen in der Sache gegeben. Ja, vielleicht reicht sie, wenn auch dünn
im Chor, dennoch bis Wien.
Zum Glück
ist unsere südtiroler Demokratie - trotz Abnützung - immer noch soweit intakt, daß auch ein einzelner
Mensch seine Meinung sagen kann. Es gibt noch freie Journalisten, die zeigen, daß
Südtirol ein Land ist, das offene Worte verträgt.
Und Montis Sager
im Kurier ist eher ein eiskaltes Ausloten der Möglichkeiten, mit der ihm
verhaßten Autonomie aufzuräumen. Der Goldmann-Sachs Schüler ist nicht
nationalistisch sondern zentristisch auf die Macht in Rom fixieret. Seine neue
Hymnenverordnung hingegen ist nur Ruhigstellung der Rechtsparteien im
Parlament.
Österreich
hat sich gerührt, wenn auch nur auf unterer Ebene des Außenministeriums
gegenüber dem Botschafter Italiens, dem in einem Gespräch eine
Positionsdarstellung übergeben wurde. Aufs erste könnte man meinen, daß dies typisch
österreichisch „nur nicht zuviel anstreifen“ ist. Doch es könnte auch klug
überlegt sein, sich noch weitere diplomatische Möglichkeiten bis hin zur
Protestnote offen zu halten.
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