Mittwoch, 14. November 2012

Südtirol-Autonomie: ein Lebenszeichen Österreichs

Nach meinem Versuch, die Stimme zu erheben, hat es diese Woche zufällig und überraschend positive Reaktionen in der Sache gegeben. Ja, vielleicht reicht sie, wenn auch dünn im Chor, dennoch bis Wien.

Zum Glück ist unsere südtiroler Demokratie - trotz Abnützung -  immer noch soweit intakt, daß auch ein einzelner Mensch seine Meinung sagen kann. Es gibt noch freie Journalisten, die zeigen, daß Südtirol ein Land ist, das offene Worte verträgt.
Und Montis Sager im Kurier ist eher ein eiskaltes Ausloten der Möglichkeiten, mit der ihm verhaßten Autonomie aufzuräumen. Der Goldmann-Sachs Schüler ist nicht nationalistisch sondern zentristisch auf die Macht in Rom fixieret. Seine neue Hymnenverordnung hingegen ist nur Ruhigstellung der Rechtsparteien im Parlament.
Österreich hat sich gerührt, wenn auch nur auf unterer Ebene des Außenministeriums gegenüber dem Botschafter Italiens, dem in einem Gespräch eine Positionsdarstellung übergeben wurde. Aufs erste könnte man meinen, daß dies typisch österreichisch „nur nicht zuviel anstreifen“ ist. Doch es könnte auch klug überlegt sein, sich noch weitere diplomatische Möglichkeiten bis hin zur Protestnote offen zu halten.

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