Welchen nehmen wir denn?
Manche Tourismusgebiete sind vorwiegend von Italienern in Beschlag genommen worden, andere arbeiten noch immer fast ausschließlich mit deutschen Gästen. Das färbt natürlich auch auf die Beziehungen ab, und in einem Tal sogar auf die politischen Neigungen. Beim Sport zählt man gerne zu den Siegern, was in sich schon wechselhafte Zu- und Abneigungen hervorruft. Unter all den widersprüchlichen Beziehungskräften und –kreisen ist bei vielen Menschen ein Identitätsproblem entstanden. Nicht mehr so ganz Österreicher, noch weniger ganz Italiener, oder gar Deutscher?
Das Kurzsichtige daran ist, daß man die Begriffe in oberflächlicher Art oft alternativ auslegt: Südtiroler – Tiroler – Österreicher – Deutscher sind keine entweder/ oder Kategorien. In meinen Augen sind es Teilmengen von immer größeren Zugehörigkeitskreisen, und jeder, dessen Horizont, nicht gleich am nächsten Berg ansteht wird es nicht bestreiten.

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